neuseelandbilder.com » Reisebericht Neuseeland: Doubtless Bay, Karikari Peninsula, Maitai Bay, Houhora

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Reisebericht Neuseeland

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Fr 20
Okt

Ein einsamer Strand, ein heisses Experiment und die erste Panne

Vom Campingplatz aus mache ich trotz Dauernieselregen einen Spaziergang zum Karikari Beach Richtung Cape Karikari. Zuerst passiere ich blühende Manukasträucher, vor dem von Dünen begrenzten, weitläufigen Strand wird die Landschaft dann heideähnlich. Ich bin hier ganz allein und stecke, um den Rückweg zu finden, einen Stock in die Düne. Der Regen hört auf, der Sand ist zum Wasser hin weiss und hinten schwarz. Ein Pohutukawa Tree so groß wie ein Haus, viele Muscheln und am Ende schroffe Felsen. Am Cape Karikari wurden einige Szenen von Jane Campions Das Piano gedreht und durch das Wetter und das Licht empfinde ich die Stimmung hier wie im Film. 3 Stunden bin ich unterwegs, folge meinen eigenen Spuren im Sand zurück – niemand ausser mir war inzwischen hier.

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Ralph hat derweil mit Harry (7) Fußball gespielt, der nun bei uns im Wagen sitzt und Fotos macht. Das Wort Gummiball bringt ihn zum Lachen, er will mir in «seinem Bus» ein Experiment zeigen. Ich möchte vorher noch schwimmen gehen, doch halte das nicht lange aus, es ist kalt. Wie versprochen besuche ich Harry dann im Bedford Bus und sehe nun, wie die 3 dort leben. Der Bus ist einfach und gemütlich eingerichtet, es hängen Fotos an den Wänden. Ich fühle mich schon ein bisschen geehrt, dass ich in dieser privaten Athmosphäre willkommen bin. Ted sitzt an einer Schreibmaschine neben einem Wellensittichkäfig und räumt bereitwillig den Platz für das Experiment. Sally muss Wasser aufkochen und Harry baut eine eigenwillige Konstruktion aus Muschel, Bindfaden und Tasse mit heissem Wasser, lässt die Muschel am Bindfaden in die Tasse plumpsen: Ein Bungeejumper, der vom Sky Tower springt und unten in einen heissen Vulkan eintaucht. «Er hat gerade Vulkane in der Schule» zwinkert Sally mir zu und die ganze Familie macht sich ein wenig über die Bungeespringer lustig.

Sie erzählen von den Vorzügen des Bedford Bus (z.B sehr großer Wasser- und Abwassertank und damit relativ autark) und ich frage, ob es normal ist, dass in unserer Dusche Wasser hochkommt, obwohl der Abwassertank noch nicht voll sein dürfte. Nein keinesfalls, Ted will da für uns anrufen. Die beiden kommen mit, nun sitzen wir in unserem Bus. Es dauert ein wenig, bis Ted den richtigen Ansprechpartner erreicht, dann wird er von Britz vertröstet, das könne nicht sein, wir sollten trotzdem erst mal den Tank leeren. Das wollen wir auf dem nächsten Campingplatz machen, denn hier gibt es keine Dump Station.

Die beiden geben uns Tipps für unsere Weiterfahrt, die Adresse ihrer Kinder in Blenheim, für den Fall das wir Hilfe brauchen, der Abschied fällt ein wenig schwer und mit Umarmung und Adresstausch sehr herzlich aus.

Karikari Peninsula – Maitai Bay Harry · mehr Maitai Bay Bilder weiter

Wir fahren weiter nach Kaitaia, der letzten größeren Stadt im Norden, etwas einkaufen. Auf unserem weiteren Weg entlang des SH1 fängt es im Wagen an zu stinken, das Abwasser steht in der Dusche, dann werden wir angehupt. Das Wasser läuft unten aus dem Wagen! Wir fahren noch bis zum Campingplatz Wagener Holiday Park / Houhora Heads, buchen dort erst mal für eine Nacht und bekommen Hilfe vom freundlichen Betreiber-Ehepaar. Er sucht sofort nach dem Fehler, tatsächlich, der Abwassertank kann nicht voll sein, da muss etwas verstopft sein, wie ärgerlich. Von uns kann es nicht sein, weder haben wir im Wagen geduscht, noch etwas in den Abfluss geschmissen.

Seine Frau ruft für uns bei Britz an, doch das Büro ist nicht mehr ausreichend besetzt. Langes Wochenende und Feierabend, morgen um 9 sollen wir es wieder versuchen. Superservice, vor allem da der Fehler nicht bei uns liegt. Der Tank ist leer, der Abfluss zugeklebt, der Wagen gelüftet – mehr können wir vorerst nicht tun, also sehen wir uns um. Der Campingplatz ist klasse. Alles begrünt, weitläufig, große Bäume und Palmen, auf dem Platz das Wagener Homestead Museum mit einem schönen alten Garten. Ein sanft abgehendes Ufer mit einer Bootsrampe, gegenüber eine Insel. Wir essen im Restaurant eine gehörige Portion Chicken Curry und lassen erschöpft den Abend ausklingen.

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