neuseelandbilder.com » Reisebericht Neuseeland: Kauri Museum Matakohe

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Reisebericht Neuseeland

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Mi 25
Okt

Besuch im Kauri Museum und Ankunft am Karekare Beach

Wir verlassen den Campingplatz am Baylys Beach und halten noch mal in Dargaville, bevor es weitergeht. Ralph will sich Flipflops – hier jandals – besorgen. Der Verkäufer verwickelt uns in ein superwitziges Gespräch über das Verhältnis der Kiwis zum großen Nachbarn, den Aussies. Egal, ob es um Rugby oder Wachs für das Surfboard geht, schwingt da viel Spott und Häme mit. Ich erzähle ihm von Schalke-Dortmund. Ja, genau so wär's, meint er. Danach geht es auf Quiche und Milchkaffee in das gemütliche blah blah blah, dann fahren wir weiter zum Kauri Museum in Matakohe nördlich von Auckland.

Kauri Museum Matakohe Kauriharz im Kauri Museum

Das Museum ist größer als wir dachten, die Ausstellung beeindruckend. Sie dokumentiert anschaulich die traurige Geschichte der Kauribäume: Leider zählt ihr Holz zu den besten Holzarten der Welt und musste im 19. Jhdt. für den sozialen Aufstieg der Siedler herhalten. Vor dem großen Abholzen soll es etwa 1 Mio. ha Kauriwald in Form von Mischwald gegeben haben, von dem jetzt nur noch 9000 ha übrig sind. Im Museum werden Alltagsszenen und Wohnungen aus jener Zeit nachgestellt und man kann eine Sägemühle in Aktion sehen. Es gibt eine gigantische Kaurischeibe, Möbel und weitere Kostbarkeiten aus dem edlen Kauriholz zu bestaunen. In einem Raum glänzt alles bernsteinfarben, hier stehen die Vitrinen mit dem Kauriharz. Ein Foto kann ich mir nicht verkneifen. Als eine ältere Dame meckert, stecke ich die Kamera wieder ein, bis der Herr, der ihr folgt, mir verschwörerisch zwinkernd «Just do it» zuflüstert.

Der Souvenirshop im Kaurimuseum lädt zum Stöbern (und zum Kaufen! ;-) ein. Die Preise sind moderat und die Auswahl riesig, unter anderem gibt es wirklich schönen Jadeschmuck und eine große Auswahl am Holzschüsseln und Schnitzereien. Ich kaufe mir eine Kette mit einem formschönen Hook – oder auf Māori Hei Matau. Der Anhänger ist ein stilisierter Angelhaken aus Jade und symbolisiert für die Māori Wohlstand und Fülle, Glück und Schutz zu Wasser.

Die Fahrt geht weiter SH12 - 1 - 16, immer Richtung Auckland / West Coast Beaches. Ich will unbedingt zum Karekare Beach, der mich auf Bildern mit seinem Kontrast zwischen blauem Wasser und tiefschwarzem Sand und auch bereits in Jane Campions Film Das Piano so sehr beeindruckt hat.

Irgendwo auf dem SH16 Irgendwo auf dem SH16

Das Wetter wird kurz trüb, dann wieder sonnig, die Fahrt ist kurvenreich und anstrengend, wir sind beide müde. Wir fahren durch Helensville, was uns ein interessanter Ort scheint, halten jedoch nicht, denn wir sind länger unterwegs als gedacht und es ist schon ziemlich spät. In Auckland müssen wir irgendwo am Waitemata Harbor rechts ab, wissen aber nicht so recht wo – alles sieht anders aus, als wir uns das beim Blick auf die Karte vorgestellt hatten. Wir biegen zuerst falsch ab, finden dann aber unseren Weg. Beim Fahren durch Auckland ist man gut beraten, sich an den Straßennummern laut Detailplan zu orientieren. Wir finden zur Piha Road, die als landschaftlich schön ausgewiesen ist. Ist sie auch. Sehr waldig, überall Fern Trees, sehr schmal, kurvig, daher die Fahrt auch wieder länger als gedacht, es wird schon dunkel. Von der Piha Rd zweigt links die Karekare Rd ab. Ganz dunkel ist es schon, als wir auf dem Parkplatz ankommen, doch es ist geschafft: Wir sind am Karekare Beach, «where great Pianos were treated poorly» (Lonely Planet). Die Ecke hier scheint schon im Dunkeln wunderbar, doch den Strand heben wir uns für den nächsten Tag auf, den wir hier ganz verbringen wollen. Der Weg zum Strand führt durch einen Stream und es nicht abzuschätzen wie weit.

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