neuseelandbilder.com » Reisebericht Neuseeland: Abel Tasman National Park, Totaranui

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Reisebericht Neuseeland

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Di 14
Nov

Sturm und Heavy Rain in Totaranui

Morgens haben wir eine Lagebesprechung und beschließen nach gründlicher Überlegung, aus Zeit- und Entspannungsgründen auf den Südwesten und Süden einschließlich Milford Sound zu verzichten und uns statt dessen noch ein wenig hier oben rumzutreiben. Nicht zuletzt, weil es uns so gut gefällt. Der Abschied von unserem schönen Campingplatz und von Marahau mit seinem Park Cafe und der Sandy Bay fällt schwer, doch wir wollen den Abel Tasman National Park auch weiter nördlich noch erkunden. An der Ausfahrt spritzt Ralph den Campervan mit dem Schlauch ab, was die Lamas und Alpacas mit skeptischen Blicken quittieren.

Die Lamas passen auf.Die Lamas passen auf. · mehr Abel Tasman NP Bilder weiter

Wir trinken noch einen Cappuccino im Park Cafe und machen uns dann auf den Weg Richtung Totaranui. Durch den Park führt keine Straße, wir fahren zurück zum SH60 und schlängelig über die Berge von oben herum wieder in den Park hinein. Deshalb legen wir auch noch mal eine Pause in Motueka ein. Bis Pohara an der Golden Bay, die uns mit ihrem weiten Strand und schroffen Felsen auch auch zum Bleiben reizt, ist die Straße noch befestigt. Kurz danach wird sie zur Gravel Road und bleibt so für die folgende Stunde Fahrt bis Totaranui. Es beginnt zu regnen. Anfangs ist die Straße noch breit und wir fahren durch eine Ebene, dann schraubt sie sich immer schmaler werdend die Berge hinauf. Der Weg wird durch den Regen rutschig und schlammig, rechts von uns steigt eine Felswand auf und links geht es unbefestigt steil ab. Ich als Beifahrer kann das gut sehen, fahren wir ja auf der linken Seite, und rutsche immer weiter in die Mitte. Es ist nun auch stürmisch und dicke Äste liegen auf der Straße.

Wir hoffen, dass uns keiner entgegenkommt, hupen zur Warnung vor uneinsichtigen Kurven, wie wir das in Spanien gelernt haben, doch vergebens. Genau das passiert – und natürlich genau in einer Kurve. Der Minibus ist innen und bleibt einfach stehen. Wir mit unserem Monsterwagen müssen auch noch zurücksetzen. So nah am Abhang. Beim Anfahren rutschen wir durch den Schlamm ein bisschen nach hinten. Ich kann garnicht hinsehen und sogar Ralph, ein geübter Fahrer, meint nachher, dass es ziemlich knapp war.

Unterwegs nach TotaranuiUnterwegs nach Totaranui · mehr Abel Tasman NP Bilder weiter

Weiter gehts. Eine Schneise durch den Regenwald, Tree Ferns over and over und dunstiger Nebel. Wir sind froh, als es wieder bergab geht. In Totaranui gibt es einen ziemlich großen, grünen DOC Campground direkt am Strand. Wir haben es noch rechtzeitig geschafft, denn nun setzt Sturm und Heavy Rain ein. Ausser zwei weiteren Wagen und einem DOC Mitarbeiter, der nur kurz vorbeischaut, ist niemand auf dem Platz. Da wir kein passendes Geld für den Umschlag haben, bezahle ich direkt bei ihm. Er zeigt uns einen windgeschützten Platz. Wir sollen wegen des Sturms nicht zu nah an dem großen Eukalyptus parken. Es geht auch richtig zur Sache und im Radio wird in den Nachrichten durchgegeben, dass weiter südlich in Hanmer Springs Dächer wegfliegen und Arthurs Pass wegen des Unwetters teilweise gesperrt ist. Die Entscheidung, nicht weiter in den Süden zu fahren, war wohl keine schlechte – unser Weg hätte uns über eben jenen Pass geführt.

Leider ist der Aufenthaltsraum schon geschlossen, warum wissen wir nicht und bleiben erst mal im Wagen. Als endlich eine Regenpause eintritt, drehen wir eine Runde am Strand. Wir sehen einen Albatross und im orangefarbenen Sand sitzt eine kleine Horde Pied Shags. Nach dem Spaziergang machen wir im Wagen Chili aus der Dose warm. Als wir aufgegessen haben, kommt ein Mädchen zu uns herüber – sie würden gerade für eine größere Gruppe kochen, ob wir etwas abhaben möchten. Wie freundlich das ist :-)

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