neuseelandbilder.com » Reisebericht Neuseeland: Waipoua Kauri Forest, Baylys Beach

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Reisebericht Neuseeland

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Di 24
Okt

Beim Vater des Waldes im Waipoua Forest und am Baylys Beach

Die Straße ist wieder frei, doch den Waipoua Kauri Forest erkunden wir im strömenden Regen. Da muss man in Neuseeland halt manchmal durch ;-) Der Parkplatz ist durch ein braunes Schild zu den Kauri Walks ausgewiesen. Von dort aus hat man die Wahl zwischen 3 kurzen Walks, wir verbinden den Four Sisters Walk mit dem Te Matua Ngahere Walk. Alles ist hier riesig, die Farne überragen uns bei weitem, es gibt richtige Schlingpflanzen und in den Baumwipfeln sitzen wieder die typischen palmenähnlichen Gewächse, die wir hier schon oft gesehen haben und die man Social Climbers nennt. Wir treffen eine Gruppe Ornithologen, die den Waldboden mit Ferngläsern nach dem kleinen Fernbird absucht, den man deutlich hört und der «nicht selten sei, aber schwer zu Gesicht zu bekommen». Wir warten etwas mit, doch unsere Geduld reicht nicht aus und wir machen uns auf, um weitere Kauris zu bewundern. Zuerst führt unser Weg durch Rimu und kleinere Kauris zu 4 hohen, schlanken Kauribäumen, die extrem nah zusammen wachsen, den Four Sisters.

Waipoua Kauri Forest Riesenfarn im Waipoua Kauri Forest · mehr Waipoua Kauri Forest Bilder weiter

Am meisten fasziniert uns Te Matua Ngahere, the Father of the Forest. Der älteste Kauri Neuseelands. Mit 29,9 m ist er der zweitgrößte Kauri, zwar nicht so hoch wie Tane Mahuta, doch mit einem Stammumfang von 16,41 m wirkt er viel mächtiger, fast wie eine Wand, wenn man davorsteht. Mit dieser Größe und einem geschätzen Alter von 2000 Jahren erzählt uns dieser wunderbare Baum etwas über die Zeit. Wir verweilen beeindruckt, bis es gar nicht mehr geht. Die Regenkleidung macht zwar mit, aber die Kamerataschen können mehr Wasser nicht mehr aufnehmen und wir müssen zurück.

Waipoua Kauri Forest Te Matua Ngahere · mehr Waipoua Kauri Forest Bilder weiter

Unser weiterer Weg führt uns nach Dargaville. Durch Dargaville fließt der breite Northern Wairoa (= langes Wasser) River, der weiter südlich in den Kaipara Harbour und mündet. Über den einst sehr bedeutenden Fluss wurden früher Kauriharz und -holz exportiert. Auch war Dargaville früher nur über diesen Fluss zu erreichen. Noch bis 1920 wurde die Anreise per Boot wegen dem derzeit üblen Straßenzustand bevorzugt. Heute lebt man in Dargaville von Gartenbau und Landwirtschaft. Im Ort finden wir die dringend benötigte Firestone-Werkstatt. Und ach herrje, wir können keinen Ersatzreifen bekommen, da ja auch die Felge fehlt, die wir ohne fachmännisches Werkzeug natürlich nicht vom geplatzen Reifen trennen konnten. Der supernette Mechaniker checkt aber vorsichtshalber alle Reifen und telefoniert für uns mit Maui in Auckland, die dann dort den Ersatzreifen für uns bereithalten.

Heute brauchen wir einen Campingplatz und entscheiden uns für den am Baylys Beach bei Dargaville. Wir nutzen das inzwischen wieder trockene Wetter zum Waschen. Der Platz liegt ausnahmsweise mal nicht direkt am Strand, es ist ein kurzer Weg durch den Ort entlang der Straße nach unten. Auch dieser wunderschöne West Coast Beach ist wahnsinnig lang und weit, sehr windig. Reifenspuren und Verwehungen im Sand, eine Handvoll Strandgänger, weit verstreut, dahinter hohe Dünen.

Baylys Beach Am weiten, hellen Baylys Beach · mehr Baylys Beach Bilder weiter

Abends wundern wir uns über den Mond. Er hängt wie eine Schale am Himmel, die schmale Sichel unten, mit der Öffnung nach oben.

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